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Kunstinstallation "Lichtspiralen"

Die Lichtin­stal­la­tion rückt das ein­fal­lende Ta­ges­licht, wel­ches durch He­lio­state in das Bau­werk ge­leitet wird, ins Zen­trum der Auf­merk­sam­keit. In drei ver­schieden hohen Spi­ralen wird der Licht­ein­fall op­tisch ge­fasst und das in die Spi­ral­ele­mente ein­ge­strahlte weiße Ta­ges­licht wird als fluo­res­zie­rende grün leuch­tende Kontur sichtbar in den Raum um­ge­lenkt, ab­ge­strahlt und ge­spie­gelt.

HeliostatenAn son­nigen Tagen er­scheinen runde oder ovale Licht­fle­cken, in denen Pro­jek­tionen von Spi­ralaus­schnitten ständig sich ver­än­dernde Licht­zei­chen auf die Wände und den Boden „zau­bern".

Durch Wind und Wolken, die kurz­zeitig die Di­rektein­strah­lung un­ter­bre­chen, wird dieser Pro­zess als le­ben­diges Ge­schehen er­lebbar: die na­tür­li­chen Ver­än­de­rungen au­ßer­halb des Bau­werks werden ins in­nere trans­por­tiert.

Ein we­sent­li­cher Aspekt der Ar­chi­tektur – das ener­ge­ti­sche Kon­zept, in dem auch der Um­gang mit dem Ta­ges­licht eine wich­tige Rolle spielt – wird hier­durch zum sinn­lich wahr­nehm­baren Er­lebnis.

Die Ar­chi­tektur ist als räum­li­cher Kon­text vor allem offen, trans­pa­rent und formal der Struktur der Spi­rale un­ter­worfen. Diese Prin­zi­pien nimmt der künst­le­ri­sche Ent­wurf als wich­tige Ge­stal­tungs­ele­mente wieder auf.

Kunst1Die ge­nannten Phä­no­mene sind ebenso wie die spi­ra­li­sie­rende Ent­wick­lung des Ob­jektes eine Ana­logie zum ge­samten Bau­körper als Ler­num­feld und zur an­ge­strebten Vor­ge­hens­weise in­no­va­tiven Ler­nens. Die Spi­rale ist ei­ner­seits Symbol für Ent­wick­lung und Wachstum, an­de­rer­seits taucht sie in der For­schung als DNA aber auch in vielen an­deren For­schungs­zu­sam­men­hängen immer wieder auf.


Die vi­su­elle Prä­senz dieses Kon­zeptes zeichnet sich auch da­durch aus, dass es nicht nur eine Se­her­fah­rung gibt, son­dern un­zäh­lige, da man – be­güns­tigt durch die Mög­lich­keit, die Skulptur von allen Seiten und ver­schie­denen Höhen und Ab­ständen zu be­trachten – immer wieder neue Blick­winkel finden kann.

Die In­stal­la­tion kann – je nach Standort des Be­trach­ters – ebenso als raum­bil­dende Struktur er­scheinen, wie auch als dy­na­mi­sche Licht­linie und wirkt so mal wie eine Zeich­nung im Raum, mal wie eine Skulptur.

rea­li­siert 2010

© ate­lier an­nette sau­er­mann

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